So werden Grenzwerte numerisch ausgewertet
Ein Grenzwert fragt: Welchem Wert kommt f(x) nahe, wenn x nahe an a kommt – ohne je gleich a sein zu müssen? Dieses Tool baut eine Annäherungstabelle: Es wertet die Funktion an Punkten wie a ± 0.1, a ± 0.01, a ± 0.001 aus und beobachtet, wo sich die Ausgaben einpendeln. Pendeln sich linke und rechte Seite auf dieselbe Zahl ein, ist das (fast sicher) der Grenzwert.
Der klassische 0/0-Fall
Probier (x²−1)/(x−1) für x → 1. Direktes Einsetzen ergibt 0/0, aber die Tabelle zeigt Werte, die auf 2 zusteuern – das Loch im Graphen wird vom Grenzwert «gefüllt». Faktorisiert man den Zähler zuerst, (x−1)(x+1)/(x−1) = x+1, bestätigt das exakt.
Wenn Grenzwerte scheitern
- Sprung: links und rechts nähern sich verschiedenen Zahlen – der zweiseitige Grenzwert existiert nicht.
- Explodieren: Werte wachsen nahe einer senkrechten Asymptote unbegrenzt – der Grenzwert ist ±∞ (oder existiert als endliche Zahl nicht).
- Oszillation: sin(1/x) nahe 0 pendelt sich nie ein – kein Grenzwert.
Grenzwerte sind die Grundlage der Ableitungen – siehe unseren Ableitungsrechner.